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Hamburger Hafen


Containerschiff im Hamburger HafenDer offene Tidehafen in Hamburg ist nach Rotterdam der zweitgrößte Containerhafen und einer der wichtigsten in Deutschland.

Seit 1966 der erste Container im Hamburger Hafen gelöscht wurde, erfolgte ein ständiger Ausbau der Anlagen sowie deren stetige Modernisierung. Mit zunehmendem Wachstum des containergestützten Seehandels passte sich der Hafen kontinuierlich den neuen Entwicklungen sowohl der Marktsituation als auch der Schiffsgröße an.
Hamburg verfügt über vier Container-Terminals, von denen drei von der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und einer von Eurogate betrieben werden. Bei kürzesten Liegezeiten werden logistische Meisterleistungen vollbracht. Selbst die größten Containerschiffe müssen nicht länger als ein bis zwei Tage im Hafen liegen.

Der Eurogate Container-Terminal Hamburg liegt zentral im Hamburger Hafen in Waltersdorf. Er besteht aus sechs Liegeplätzen und 21 Containerbrücken auf einer Betriebsfläche von insgesamt 1,4 Millionen Quadratmetern und einer vier Kilometer langen Kaianlage.
Vor kurzem erhielt Eurogate grünes Licht für die Westerweiterung der Containeranlage, die 2010 abgeschlossen sein soll.
Insgesamt entstehen 38 Hektar neue Terminalfläche am Petroleumhafen, der verfüllt und dessen Landspitze zurückgebaut wird. Der bestehende Wendekreis der Schiffe wird von 480 auf 600 Meter Durchmesser erweitert, so dass auch die großen Containerschiffe keine Mühe mehr haben, zu wenden.
Es ist vorgesehen, die Kaimauer um 35 Meter zu verbreitern sowie das Hafenbecken auf eine Tiefe von 16,70 m auszubaggern. Außerdem sollen eine neue Kaimauer entstehen, an der zwei Liegeplätze für Großraumschiffe sowie ein Feederschiff geschaffen werden. Durch diese Maßnahmen schafft Eurogate die Voraussetzungen für einen zusätzlichen Umschlag von knapp zwei Millionen 20- Fuß- Containern und einer Gesamtumschlagsleistung von insgesamt sechs Millionen TEU im Jahr. Außerdem passt sich das Unternehmen an die gegenwärtige Entwicklung zu immer größeren Containertransportschiffen an. Die Westerweiterung wird allgemein als wichtig für den Hamburger Hafen insgesamt und die hier angesiedelte Containerlogistik angesehen.

Der Container-Terminal Tollerort ist der kleinste und wohl persönlichste der HHLA im Hamburger Hafen. Mit vier Liegeplätzen und acht Containerbrücken auf 0,4 Quadratkilometer Betriebsgelände kann er Schiffe bis zur Post- Panamax- Größe abfertigen. Seine Kapazität umfasst den Umschlag von jährlich etwa einer Million Standardcontainern. Der Terminal verfügt über einen eigenen Bahnhof mit 720 Meter langen Gleisen. Dadurch ist ein Be- und Entladen ganzer Züge möglich, ohne aufwendige Rangierarbeiten durchführen zu müssen.
Auch in diesem Bereich des Containerumschlages ist in den nächsten Jahren eine Erweiterung geplant. Durch einen entsprechenden Umbau soll die Flächennutzung weiter optimiert werden. Zu diesem Zweck wurden verfüllte Hafenbecken bereits für weitere Lagerflächen erschlossen. Außerdem ist vorgesehen, zwei zusätzliche Liegeplätze zu schaffen.

Die älteste Containeranlage ist der Terminal Burchardkai, ebenfalls betrieben von der HHLA. 1968 wurde hier die erste Containerbrücke errichtet. Von da aus entwickelte sich die Containerlogistik Schritt für Schritt bis zu ihrem heutigen Stand.
Der Burchardkai ist zudem nach Größe der Fläche und der Anzahl der umgeschlagenen Container die größte Umschlaganlage im Hamburger Hafen.
Mehr als 5000 Schiffe im Jahr docken an den zehn Liegeplätzen mit 27 Containerbrücken an. Jeder dritte umgeschlagene Container im Hafen passiert den Container-Terminal Burchardkai. Im integrierten Pack- und Servicezentrum werden täglich 150 Container aus- und eingepackt. Außerdem sorgt ein eigener Containerbahnhof für die Be- und Entladung von bis zu 1.100 Eisenbahnwaggons täglich.
Der Terminal, der sich seit seinem Bestehen ständig erweitert wurde, erfährt auch in jüngste Zeit eine Veränderung und soll zu einem hochmodernen Verteilzentrum umfunktioniert werden. Während der laufenden Umschlagarbeiten erfolgt sein Ausbau, eine Investition in die Zukunft und Logistik auf höchsten Niveau.
Neue Lagerlogistik und ein neues Layout des Terminals unterstützt von den modernsten Computeranlagen soll die Containerlogistik revolutionieren.
Nach seinem Endausbau im Jahre 2015 finden 35 Überseeschiffe und 140 Feederschiffe hier ihre Liegeplätze. Der Umschlag soll auf über 5 Millionen TEU gesteigert werden.

Derzeit einer der modernste Containerumschlagplatz der Welt ist der HHLA Container-Terminal Altenwerder am Köhlbrand zwischen Kattwyk- Brücke und Köhlbranbrücke, gebaut auf dem Territorium des ehemaligen gleichnamigen Fischerdorfes.
Er wurde erst 2002 eröffnet und ist damit noch relativ jung.
Eine weitestgehende Automatisierung aller anfallenden Arbeitsschritte sorgt für effektivste Kapazitätsausnutzung und schnelle Umschlagzeiten. Fahrerlose und durch einen Zentralcomputer gesteuerte Transportfahrzeuge bewegen sich wie von Geisterhand zwischen Kaikante und den Blocklagern. An der 1.400 Meter langen Kaimauer befinden sich vier Liegeplätze und 14 Super- Postpanamax- Containerbrücken.
Den größten Teil des Areals nimmt das zentral gelegene Containerlager ein, das von 26 Kranpaaren und 74 Fahrzeugen bedient wird.
Der eigene Bahnhof mit sechs Gleisen ermöglicht eine schnelle und reibungslose Abfertigung kompletter Züge.